Revision der Wurzelbehandlung

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Antje0909  fragt am 22.10.2010
Vor 10 Jahren wurde bei mir eine Wurzelbehandlung am Schneidezahn durchgeführt.Wie wohl bei fast jedem war diese nicht gerade angenehm.1 Jahr später entzündete sich die ganze Sache,und mein neuer Zahnarzt bohrte durch den Kiefer auf.(keine Ahnung was da genau gemacht wurde) Ich habe keinerlei Probleme mit dem Zahn.
Meine neue Zahnärztin stellte nun fest,das die WB nicht bis ganz unten durchgeführt wurde....auch ist im Zahn kein Stift eingesetzt wurden.An der Wurzel sind Bakterien,und sie empfiehlt mir eine Revision der WB.Der Zahnarzt,der damals durch den Kiefer gebohrt hat (Höllenschmerzen) hat aber keine Wurzelspitzenresektion gemacht!!!! Das ist jedenfalls auf dem Röntgenbild nicht zu sehen.Alles in allem wohl der Pfusch des Jahres!
Nun ja...da muss ich jetzt wohl durch.Hat jemand Erfahrung mit einer Revision.Ich habe natürlich totale Angst vor weiteren Schmerzen,obwohl meine ZA sagt,der Zahn wäre tot,und ich bräuchte keine Betäubung.Vielleicht kann mir ja jemand was dazu sagen,damit ich weiss,was auf mich zu kommt....schon mal vielen Dank!!! Antje
Portrait Dr.med.dent. Walter Quack, Zahnarztpraxis, Digitale Volumentomographie, Implantologie, Zahnarzt Volumentomographie, Bergisch Gladbach, Zahnarzt, Fachkunde DVT (Digitale Volumentomographie),
Dr.dent. Quack  sagt am 22.10.2010
Grundsätzlich sollte eine Wurzelfüllung auf dem Röntgenbild bis kurz vor die Wurzelspitze als gut sichtbarer heller Strich erkennbar sein, der Wurzelkanal sollte von der Wurzelfüllung dicht ausgefüllt sein, um ein erneutes Eindringen von Keimen aus dem Wurzelkanal in den umgebenden Knochen zu vermeiden. Ob der frühere Zahnarzt wirklich "Murks" gemacht hat, weil er die Wurzelspitze nicht reseziert hat, sei dahingestellt - im Rahmen einer Akutbehandlung ist das Öffnen des Wurzelbereichs, nur um einen Abfluss zu erreichen (Schröder´sche Lüftung) durchaus legitim. Der Zahn ist jedenfalls jetzt nicht mehr sensibel, er reagiert auf Anbohren, Kälte usw. sicher nicht mehr. Bei Reinigung des Wurzelkanals in der Nähe der Wurzelspitze können manchmal Empfindlichkeiten auftreten; in diesem Fall kann Ihr Behandler aber eine Betäubung (Spritze) machen. Leider treten nach der eigentlichen Behandlung manchmal für einige Tage Beschwerden auf. Meist wird in einer ersten Sitzung der Zahn gereinigt und mit einer desinfizierenden Einlage versehen, die dann nach einigen Tagen durch die endgültige neue, dann hoffentlich vollständige und dichte Wurzelfüllung ersetzt wird.
 
Hekate  sagt am 28.01.2011
Wie sieht es denn aus, wenn der Zahn schon eine Wurzelspitzenresektion hinter sich hat, und die Wurzelfüllung mangelhaft gemacht wurde (nicht bis an die Wurzelspitze), sodass 15 Jahre später eine apikale Aufhellung an dem Zahn zu erkennen ist. Kann man da noch mal eine neue - bessere Wurzelfüllung machen? Eine erneute WSR? Oder gar den Zahn ziehen und dann ein Implantat rein?

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