Wurzelspitzenresektion, Revision, Implantat oder Garnichts?

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Pleasehelp  fragt am 22.05.2012
Guten Tag,
ich habe an einem Backenzahn vor zwei Jahren ein Wurzelbehandlung durchfuehren lassen. Der Zahn ist seitdem auch nur provisorisch verkront.
Obwohl ich keine akuten Schmerzen habe, hat mein Zahnarzt nun mit einem Roentgenbild festgestellt, dass dort an der Wirzelspitze eine grosse Entzuendung sitzt, die den Kieferknochen angreift. Er raet deshalb zu einer Wurzelspitzenresektion.
Ich bin verunsichert nachdem ich recherchiert habe- es gibt ja auch die Theorie dass eine Resektion garnichts bringt und man damit das Problem nur verschiebt, da die Bakterien weiter in der Wunde taetig sind. Also besser gleich ein Implantat?!
Hinzu kommt dass ich ja auch garkeine Schmerzen habe, muss deshalb dieser Eingriff ueberhaupt sein?
Vielen Dank



Portrait Dr.med.dent. Walter Quack, Zahnarztpraxis, Digitale Volumentomographie, Implantologie, Zahnarzt Volumentomographie, Bergisch Gladbach, Zahnarzt, Fachkunde DVT (Digitale Volumentomographie),
Dr.dent. Quack  sagt am 23.05.2012
Wenn trotzt erfolgter Wurzelbehandlung im Röntgenbild eine fortschreitende Zerstörung des Knochens um die Wurzelspitze erkennbar ist (das ist nämlich die Ursache für den "dunklen Fleck" um die Wurzelspitze, dann besteht in jedem Fall Handlungsbedarf. In Frage kommt 1)Entfernung des Zahnes (schnell, sicher aber endgültig),2)eine Wurzelspitzenresektion möglichst mit retrograder Füllung der Wurzel als Abdichtung (oft, aber nicht immer erfolgreich und leider meist auch mit etwas Knochenverlust verbunden, was ein Implantat später erschweren kann) und 3) eine erneute "Revision" der vorhandenen Wurzelfüllung (Chancen, Erfolgswahrscheinlichkeit und Kosten hängen sehr stark von der individuellen Situation ab; je perfekter die vorhandene Wurzelfüllung gelungen ist, desto schlechter sind die Chancen einer Revision)

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