Wurzelspitzenentzündung WSR,Extraktion oder Wurzelfüllung ?

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HiFly  fragt am 30.11.2015
Hallo,

folgendes Problem: genereller Zahnstatus: Backenzähne fast alle bereits überkront bzw, Wurzel-
behandelt.(Alter 46)...
Einer der letzten vitalen Zähne war bis vor zwei Monaten der letzte rechts oben (17 ?) mit einer tiefen Füllung, die wegen schlechten Zustandes vor ca. 3 Monaten erneuert wurde. einige Zeit später bildete
sich im Gaumenbereich an diesem Zahn eine dicke schmerzhafte Schwellung. Der Zahnarzt diagnostizierte eine Wurzelspitzenentzündung und entfernte den Zahnnerv (drei Wurzeln). Dabei trat
eitrige Flüssigkeit aus, aber die Beschwerden ließen rasch nach. Der Zahn wurde provisorisch verschlossen, um vor einer Wurzelfüllung die Entzündung abheilen zu lassen. Ich bin beruflich sehr häufig im Flugzeug unterwegs und hatte daraufhin einmal ein sehr heftiges Barotrauma an diesem Zahn (die Luft im Kanal hatte sich ausgedehnt und "sprengte" die provisorische Füllung).
In Absprache mit meinem ZA folgten dann eine weiter Reinigung und Einlage mit einem Schaumstoff-
Verschluss und zweimalig Antibiotikum, leichte kurzfristige Besserung.
Vor ca. 7 Wochen sollte der Zahn gefüllt werden, dabei trat aber vorher wieder Flüssigkeit (nicht riechend, wohl Lymphe? aus, und mein Arzt meinte, das macht so keinen Sinn.
also nochmal Reinigung und Schaumstoffverschluss...
Mein Arzt meint mittlerweile, der Zahn wäre "austherapiert" und nur noch eine Extraktion sinnvoll.
(Das hat ich in diesem Jahr schon zweimal, am entsprechenden Unterkiefer !)
Auch eine WSR käme in Frage- Der Kiefernchirurg meinte: er müsste von zwei Seiten aufmachen und sehr wahrscheinlich wird die Kieferhöhle perforiert. Darüber hinaus wird er aus Sicherheitsgründen wohl ALLE Spitzen kappen müssen.
Aktuell keine Schwellung, der Zahn ist komplett offen , lediglich Druckschmerzen beim Kauen auf diesem Zahn, es scheint wohl die Gaumenseitige Wurzel zu sein.
FRAGE: Was tun? WSR (eher ungutes Bauchgefühl), Extraktion (nicht noch einer :-(( )oder eine Wurzelfüllung setzen und hoffen, dass die Entzündung abklingt ???
Bin in diesem Jahr wirklich gebeutelt mit Zahnproblemen und will endlich eine Lösung, aber den Zahn
nicht "kampflos" aufgeben.
Bin für einen guten Rat sehr
dankbar, bisherige befreundete Kieferchirurgen sagen von WSR bis Extraktion alles !!
 
Dawill  sagt am 01.12.2015
Ich kann dich eigtl diesbezüglich nur auf die Praxisseite meiner Zahnärztin verweisen. Hier stehen ziemlich viele Informationen zu dem Thema, ich selbst kenne mich aber leider nicht damit aus. Würde dich vielleicht auch an Julia Basel weiterempfehelen, wenn du in München wohnen solltest. Ich kann hier nur mutmaßen aber vielleicht hilft dir schon der Teil hier, zwecks der Flüssigkeit?:

"Führt die Zahnnerventzündung (Pulpitis) zu einem unkontrollierten Absterben des Nervs, kann sich die Entzündung auf den die Wurzel umgebenden Zahnhalteapparat und Knochen ausbreiten (apikale Ostitis).

Dies ist für den Endodontologen auf dem Röntgenbild als dunkler Punkt an der Wurzelspitze sichtbar, da Mineralien, wie Calcium und Magnesium, durch die Entzündung aus dem Knochen herausgelöst werden. Röntgenstrahlen treten somit leichter durch den Knochen hindurch und belichten (schwärzen) den Röntgenfilm stärker. In ausgeprägten Fällen durchbricht die Entzündung den Knochen und bildet einen mit Eiter gefüllten Hohlraum (Abszess). In diesem Stadium haben Patienten häufig sehr starke Schmerzen.

Entleert sich der Abszess durch die Knochenhaut und das Zahnfleisch in die Mundhöhle, bildet sich eine sogenannte Zahnfistel (Eitergang) und die Schmerzen lassen nach. Wenn die Entzündung in ein chronisches Stadium übergeht, kann sich eine Zahnzyste bilden. Der Patient hat dabei zwar meist keine Schmerzen, der betroffene Zahn sollte aber in jedem Fall therapiert werden, damit sich die Entzündung nicht ausbreitet."

Du hast auf der Seite noch etwas genauer eine Unterseite zu WSR, in der Behandlungsgalerie solltest du auch was finden und das Zitat kommt von hier: [Link anzeigen]

Liebe Grüße

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