Gebissaufbau (nach Implantatversorgung) – Kronenerhöhung?

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Koanita  fragt am 14.03.2012
Hallo geschätzte Helfer, vorab meine Fragen zusammengefasst:

1) Um wieviel kann ein Gebiss voraussichtlich problemlos erhöht werden?
2) Ist die Erhöhung von Kronen möglich?
Wie, bzw. welche kostengünstigen Alternativen gäbe es?
3) Indikation für Langzeitprovisorium?

Ich bin 54 Jahre alt (weibl.) und im Rahmen einer Implantatversorgung (2 Stck – 14-16) sollte nun das Gebiss aufgebaut werden, da ich seit längerem auf der anderen Seite keinen Kontakt mehr an den Backenzähnen habe; dies wiederum führte dazu, dass Druck auf meinen oberen Vorderzähnen entstand, was sich optisch ungünstig auswirkt. Da rechtsseitig wegen der Implantate ohnehin neuer Zahnersatz angefertigt werden muss, wäre das die Gelegenheit, das Gebiss insgesamt etwas zu erhöhen, damit der Druck von den Vorderzähnen genommen wird (würd ich mir dann ne Spange vom KO machen lassen).
Mein ZA rät mir nun beidseitig zu Langzeitprovisorien „weil es ja möglich sei, dass mir die Erhöhung Probleme bereitet“. Ich bilde mir ein, er hatte mir ursprünglich gesagt, dass er die intakten Kronen auf der linken Seite (35, 36, 37) mit einem Material erhöhen könnte.

Der nun vorgeschlagene Weg mit quasi beidseitig 2x neuem Zahnersatz (Langzeitvariante u. danach die endgültige) überfordert mich ehrlich gesagt mit meinen fnanziellen Möglichkeiten
– aber irgendeine Lösung brauche ich ja!!?!

Ich könnte jetzt zwar noch mehr ins Detail gehen, was mir dabei alles durch den Kopf geht, aber ich möchte freundliche Ratgeber damit nicht verschrecken...

Vorab schon mal allerherzlichsten Dank für die hoffentlich eintreffenden Ratschläge, Ideen und Empfehlungen!!!

(In welches Forum setze ich nun meine Fragen – schwierig… oder mehrfach?)
Portrait Dr.med.dent. Walter Quack, Zahnarztpraxis, Digitale Volumentomographie, Implantologie, Zahnarzt Volumentomographie, Bergisch Gladbach, Zahnarzt, Fachkunde DVT (Digitale Volumentomographie),
Dr.dent. Quack  sagt am 15.03.2012
Sofern Ihr Biß abgesunken ist ist eine Erhöhung auf die ursprüngliche Höhe tatsächlich nur im Rahmen einer Gesamtversorgung möglich. Es macht durchaus Sinn, mit Provisorien/Langzeitprovisorien, meist aus Kunststoff, die neue Bisslage "probezufahren" und auszutesten, ob die neu gefundene Relation vom Patienten auch toleriert wird. Bei einer provisorischen Lösung können evtl. auch Kunststoff-"Tabletops" auf vorhandene Restaurationen aufgeklebt werden. Bei einer definitiven Versorgung müssen diese dann aber neu angefertigt werden.
 
Koanita  sagt am 16.03.2012
Danke für die Antwort - dass es Sinn macht leuchtet mir ein, aber mich verschrecken die zusätzlichen Kosten (wieviel % etwa vom engültigen ZE? Ich bekomme den KV erst Ende des Monats). Ab welcher Höhe ist die provisorische Versorgung dringend angeraten? Bei mmehr als 1mm oder 1,5mm Erhöhung? Oder sollte ich das besser im Forum für Kieferorthopödie fragen? Ich frage mich ja eh, was wäre wenn sich erweisen würde, dass mir die Erhöhung nicht "bekommt", dann würde ja das ganze Vorhaben scheitern, dann müsste die Spange an den oberen Vorderzähnen wieder weg und neue Provisorien oder definitive Versorgung ohne Erhöhung wären die Alternative?
 
Koanita  sagt am 16.03.2012
Danke für die Antwort - dass es Sinn macht leuchtet mir ein, aber mich verschrecken die zusätzlichen Kosten (wieviel % etwa vom engültigen ZE? Ich bekomme den KV erst Ende des Monats). Ab welcher Höhe ist die provisorische Versorgung dringend angeraten? Bei mmehr als 1mm oder 1,5mm Erhöhung? Oder sollte ich das besser im Forum für Kieferorthopödie fragen? Ich frage mich ja eh, was wäre wenn sich erweisen würde, dass mir die Erhöhung nicht "bekommt", dann würde ja das ganze Vorhaben scheitern, dann müsste die Spange an den oberen Vorderzähnen wieder weg und neue Provisorien oder definitive Versorgung ohne Erhöhung wären die Alternative?
Portrait Dr.med.dent. Walter Quack, Zahnarztpraxis, Digitale Volumentomographie, Implantologie, Zahnarzt Volumentomographie, Bergisch Gladbach, Zahnarzt, Fachkunde DVT (Digitale Volumentomographie),
Dr.dent. Quack  sagt am 16.03.2012
Zu Alternativen ist ohne genaue Kenntnis von Zahnstellung und Situation wirklich so kaum Stellung zu beziehen. Ich würde jede deutliche (1mm ist sicher schon eine sehr deutliche Veränderung) Veränderung der Bisslage mit meiner provisorischen Versorgung austesten.
 
Koanita  sagt am 18.03.2012
Vielen Dank für Ihre Antwort - wenn sich nun mittels Provisorium herausstellte, dass ich die Erhöhung nicht gut vertrage, dann müsste die Zahnspange ja auch wieder entfernt werden und die evtl. erfolgte Verschiebung der Vorderzähne rückgängig gemacht werden? Das scheint mir auch nicht der ideale Weg.
Oder anders gefragt: WIEVIEL ZEIT sollte man einkalkulieren innerhalb der sich die Verträglichkeit der Erhöhung feststellen lässt?

(Mal abgesehen davon, dass ich mir die Provisorien eben nicht leisten kann und dann eigentlich gar nicht weiß was tun...)

VG
Koanita
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Dr.dent. Quack  sagt am 18.03.2012
Es ist jedenfalls sicher günstiger, eine provisorische Versorgung einzuschleifen und damit die Bisssperrung zu reduzieren als die definitive Versorgung in ihrer Kauflächengestaltung direkt wieder zu zerstören! Bei der Wartezeit würde ich 6 Wochen nicht unterschreiten, deutlich längere Zeiten zum Austesten kann mna sicher - je nach Gestaltung der Provisorien - diskutieren.

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