Revision Wurzelbehandlung

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eule65  fragt am 21.07.2019
Hallo zusammen, ich stehe vor einem größeren Zahnproblem und suche nun Rat. Mein Backenzahn 26 wurde nach Zahnschmerzen und Kariesentfernung vor ca. 5 Jahren überkront. Einige Zeit nach der Überkronung hat er über Nacht so sehr weh getan, dass ich nicht mal mehr ohne Schmerzen mit der Zunge antasten konnte. Ich war dann die nächsten Tage beim Zahnarzt, welcher eine Wurzelbehandlung durchgeführt hat mit mehrmaligem Wechseln der Einlage. Kurz darauf hat er auch noch eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Das war vor ca. 4 Jahren. Der Zahn war seitdem immer mal empfindlich und hat nie richtig Ruhe gegeben... war aber immer aushaltbar.

Jetzt habe ich plötzlich wieder eine Entzündung und wurde zum Endodontologen verwiesen, der eine Revision der Wurzelbehandlung durchführen soll.
Ich habe mich nun beim Endodontologen vorgestellt und er sagte, dass er auf jeden Fall den Zahn erhalten würde. Das würde mich ca. 1200 € kosten und die Krankenkasse würde dies nicht übernehmen. Mein vorhergehender Zahnarzt hätte von den 3 Wurzelkanälen des Backenzahns nur einen richtig aufgefüllt, bei den anderen Kanälen konnte man auf dem Röntgenbild keine Aufbereitung erkennen. Deshalb hat er nach der Beratung noch ein 3D Röntgenbild anfertigen lassen. Heute rief mich die Praxis an und sagte, dass der letzte Zahnarzt an der Wurzelspitze viel zu viel resiziert hat… also fast die komplette Wurzel und ich soll nochmal zur Beratung kommen. Der Endodontologe hat gesagt, dass er trotzdem zur erneuten Wurzelbehandlung rät, weil aktuell zu wenig Substanz für ein Implantat an der Stelle wäre. Der Zahn und der Knochen können sich dann noch ein paar Jahre erholen und regenerieren. Es müsste aber auch noch eine Wurzelresektion durchgeführt werden, damit die eine resizierte Wurzel von damals vollständig entfernt wird. Wenn man den Zahn jetzt ziehen würde, würde der ganze Knochen kollabieren.

Ein anderer Zahnarzt aus der Chirurgie hat mir auch angeboten eine Wurzelspitzenresektion zu machen und die anderen Wurzeln von unten aufzufüllen. Das würde die Krankenkasse übernehmen. Der Endodontologe sagt dazu aber, dass man das so nicht richtig hinbekommt.

Ich weiß jetzt garnicht mehr was ich machen soll. Eigentlich möchte ich den Zahn gern erhalten, aber wenn alles schief geht kann ich jetzt die Revision bezahlen und irgendwann noch zusätzlich ein Implantat.

Wofür soll ich mich denn jetzt entscheiden??
 
jonas1213  sagt am 23.07.2019
Ich hatte vor einem Jahr das selbe Problem... zwei Ärzte sagen zwei verschiedene Dinge und man weiß nicht wem man glauben soll bzw. welche Behandlung besser ist. Ich habe auf einer Webseite von einem Augsburger Zahnarzt Blogbeiträge zum Thema Wurzelbehandlung + Wurzelspitzenresektionen gesehen und die haben mir tatsächlich weitergeholfen.

Wenn du möchtest kannst ja mal reinschauen :) Da steht auch viel zu den Kostenübernahmen der Krankenkassen drin.

[Link anzeigen]
 
eule65  sagt am 23.07.2019
vielen Dank für den Link, das werde ich mir mal anschauen.

Darf ich fragen wie du dich damals entschieden hast und hatte die Behandlung Erfolg?

Liebe Grüße
 
jonas1213  sagt am 25.07.2019
Gerne :)
Also ich möchte jetzt nichts empfehlen, da das immer individuell von deinen Zähnen abhängig ist... an deiner Stelle würde ich mir auf jeden Fall eine dritte Meinung einholen. Am besten von einem Arzt der sich auf das Themengebiet spezialisiert hat.

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