Implanate Pochen, Zunge eingeschränkt!

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avan77  fragt am 26.12.2016
ich habe vor 2 Wochen 3 Keramik Implantate im linken UK gesetzt bekommen. Ich fuhr dafür nach Süddeutschland. Am 2 Tag fingen ganz extreme Schmerzen an die sich am 6 Tag in ganz extreme Schluckbeschwerden umgewandelt hatten. Ich war ganz dick am Hals. Der Zahnarzt konnte sich hiervon nix erklären und wollte die Implantate nicht entfernen. Schaute aber nochmal nach und sagte weil er aufgemacht hat muss nun der Knochenaufbau wieder raus. Er sagte er hätte nur tiefe Nähte gelegt um keinen Zug auf der Wunde zu haben und mir ging es extrem dreckig weil ich meine Zunge nicht mehr nach rechts und oben bewegen konnte. Er hatte diese tiefen Nähte vor 1 Woche mit dem Knochenaufbau zusammen entfernt und trotzdem kann ich meine Zunge Immer noch nicht nach oben rechts bewegen!!! Ich hab so eine große Angst dass der Zungenboden anders verwachsen ist. Ich kann nicht lange sprechen denn es zieht am Zungenband und tut weh! Ist sowas hier bekannt? Wenn es nicht mehr weggeht kann mir jemand die Zunge wieder in die Mitte verlagern?
Neben diesem Zungenproblem habe ich jetzt nur noch ein Pochen was erst vor 4 Tagen angefangen hat. Aber es ist so schlimm dass ich nicht mehr gehen kann oder staubsaugen, oder die Treppe runtergehen kann. Ich nehme bis heute clinda Saar Antibiotikum. Warum habe ich dieses pochen bekommen? Zahnarzt ist bis 8 Januar im Urlaub und ich habe totale Angst dass das Pochen bleiben wird. Er schrieb nur ein Email "Finger weg von den Implantaten" sie sind gut wenn sie fest sind usw. Aber ich glaube kein Wort mehr. Er glaubt das Pochen ist nicht von seinen Implantaten sondern von einem Zahn dahinter, die reagieren aber nicht auf Kälte. Und was ist mit der Zunge? Wird die wieder normal? Ich bin sehr verzweifelt! Ich lebe eigentlich in Amerika und kam nur nach Deutschland für die Implantate. Kann ich ihn zwingen die Keramik Implantate wieder zu entfernen? Wie kriege ich die Zunge wieder normal sodass ich ohne schmerzen sprechen und wieder arbeiten kann?
 
informant  sagt am 30.12.2016
Ich suche auch einen guten Oralchirurgen. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie
der Ihre heißt, damit ich den für mich ausschließen kann?
 
avan77  sagt am 31.12.2016
Hallo

Kann hier bitte jemand was zu meinem Problem sagen?

Es ist immer noch das Pochen und Stechen da. Und wie kann es sein dass der Zahnarzt durch tiefe Nähte den mundboden (unterzungenfalte) links rübergenäht hat um keinen Zug auf der Wunde zu haben, das aber auch nach Nahtentfernung alles verwachsen ist und ich die Zunge nicht mehr nach rechts oben strecken kann? Es tut beim sprechen weh und ist jetzt alles total verändert und eingeschränkt. Wer kann mir hierbei helfen und die Schleimhäute wieder lösen?
 
Ankorter  sagt am 04.01.2017
Hallo,

das Problem hatte ich nicht, aber ich habe mal auf der Webseite von meinem damaligen Kieferchirurgen nachgelesen:

"Ein Implantat im Knochen ist für das Gewebe ein Fremdkörper. Normalerweise ruft ein solcher Fremdkörper eine Abstoßungsreaktion hervor, die sich in einer starken Entzündung mit Rötung, Schwellung und Schmerzen äußert. Zellen des Immunsystems versuchen den Fremdkörper abzubauen. Falls dies nicht innerhalb kurzer Zeit geschieht greift das Entzündungsgeschehen auf die Umgebung über. Es kommt zu einer Bildung von Bindegewebe, das den Entzündungsherd umkapselt. Ein derart eingewachsenes Implantat bietet keinerlei Festigkeit.

Das Verhindern einer solchen Abstoßungsreaktion muss durch das Zusammenspiel von vielen Faktoren verhindert werden. Durch Verwendung von gewebeverträglichen (biokompatiblen) Werkstoffen wird die Abwehrreaktion des Immunsystems verhindert. Von entscheidender Bedeutung ist ebenfalls eine schonende Operationstechnik. Die Passgenauigkeit von Bohrung und Implantat verhindert Mikrobewegungen, die die richtige Eineilung empfindlich stören würden. Die Oberfläche eines Implantates ist rau gestaltet. Hierdurch können sich knochenbildende Zellen anlagern. Mit der Zeit wird das Implantat mit Knochen umbaut, der dessen Oberfläche direkt anliegt. Eine derartige Einheilung wird als Osseointegration bezeichnet, und zeichnet sich durch dauerhafte Belastbarkeit und sichere Stabilität aus. Titan als Werkstoff kann vom Körper bei entsprechender operativer Vorgehensweise perfekt Osseointegriert werden. Es gilt daher heute als Goldstandard in der modernen Implantologie. Seit einigen Jahren sind ebenfalls Implantatsysteme aus Zirkonoxid auf dem Markt, die in ersten Langzeitstudien vielversprechende Ergebnisse lieferten."
(Quelle: [Link anzeigen])

Hier findest du interessante Informationen zu dem Thema. Vielleicht hilft dir das etwas und nimmt dir deine Angst.

Gute Besserung & liebe Grüße!

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