Feile im Zahn inmitten der WB

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Lenale  fragt am 13.01.2015
Sehr geehrte Damen und Herren,

heute morgen ist mir die Füllung im oberen rechten Weisheitszahn heraus gefallen. Die Füllung war recht groß. Mein ZA, den ich heute Mittag aufgesucht habe, stellte Karies unter der Füllung fest und riet zu einer Wurzelbehandlung. Es sei sinnvoll, den Weisheitszahn zu erhalten, insbesondere, weil auch das Gegenstück noch im Kiefer ist. Auf der linken Seite sind beide Weisheitszähne schon seit Jahren raus.
Er riet zum Erhalt der beiden Zähne, das sei auch für den Kieferknochenerhalt besser.

Bei der Wurzelbehandlung (2 Wurzeln) brach in der einen Wurzel an der Spitze die Feile ab (der Wurzelkanal sei sehr eng). Die andere Wurzelspitze wurde "normal" versorgt.

Nach Auskunft des ZA gibt es nun 2 Alternativen: Beide Weisheitszähne ziehen (ohnehin nötig, wenn Schmerzen auftreten) oder den Zahn mit Glasfaserstift und Füllung aufzubauen und die Feile drinzulassen (wenn es in den nächsten Tagen keine Schmerzen macht).

Gesetzt den Fall, dass ich in den nächsten Tagen keine Schmerzen bekomme: Ist es ratsam, den Zahn "zu Ende" zu versorgen (was ja auch mit Kosten verbunden ist) oder sollten beide Zähne gezogen werden? Was sind die Risiken, wenn die Zähne (mitsamt Feile) drinbleiben? Drohen Entzündungen (bei meinem Partner hatte eine Entzündung im Zahn zu einer lebensbedrohlichen Endokarditis geführt), Zysten oder andere Folgen?

Ich bin nun sehr verunsichert.

Vielen Dank!

mfG
Lenale
Portrait Bastian Rötzel, BR-Zahnärzte, Hanau, Zahnarzt
B. Rötzel  sagt am 14.01.2015
Hallo Lenale,

wenn es dem Kollegen gelungen ist das Fragment in die Wurzelfüllung zu integrieren und der Wurzelkanal jetzt komplett gefüllt ist, ist gegen diese Behandlung nichts einzuwenden. ob dem so ist kann nur auf einem Röntgenbild beurteilt werden.
Wenn denn die Behandlung soweit korrekt ist, muss der Zahn auf jeden Fall endgültig versorgt werden um einen Misserfolg und eine Entzündung an der Wurzelspitze zu vermeiden.
Aber auch wenn alle korrekt Therapiert ist, kann die Behandlung zum Misserfolg führen und langfristig eine Entzündung oder eine Zyste entstehen, im schlimmsten Fall muß er sogar gezogen werden. Diese Komplikationen die auch eine Endokarditis auslösen können ( extrem selten ), sind nicht auszuschließen.
Der Kollege sollte Ihnen eine Prognose für den Zahn geben können mit der Sie entscheiden können ob Sie dieses Finanzielle Risiko eingehen möchten.

Liebe Grüße aus Hanau

Bastian Rötzel

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