Prophylaxe noch vertrauenswürdig?

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denta35  fragt am 12.02.2018
Hallo liebe Community,

so langsam glaube ich wirklich, dass mich alle Zahnärzte nur noch abzocken wollen.

Ich bin jahrelang brav zu den zahnärztenlichen Kontrollen gegangen und hatte als Kind auch eine Zahnspangenbehandlung für die mir 2 Zähne gezogen wurden.

Die Zahnspangenbehandlung sollte eigentlich dazu führen, dass ich kaum Karies bekommen sollte, doch seit 2016 war es wie verhext.
Ein Zahn nach dem anderem sollte behandelt werden, also wechselte ich den Zahnarzt, weil ich annahm, das man mehr machte, als nötig war.

Beim nächsten Zahnarzt wurden dann Füllungen eingetragen, die es gar nicht gab (Patientenakte eingeholt).
Zusätzlich wollte er einfach einen Weisheitszahn ziehen, der eine kleine Füllung hat.
Durch meine verlorengegangenen Zähne brauche ich aber die Weisheitszähne.
Er machte eine Füllung an einem empfindlichen Zahn, der leider weiterhin empfindlich war und ständig mit Lack behandelt werden muss (freiliegender Zahnhals). Zusätzlich legte er am Zahn 27 noch eine kleine Füllung.

Also entschloss ich mich, nochmals einen anderen Zahnarzt auszuprobieren.
Heute war ich bei jenem und der sagte, der Zahn 27 wäre niemals behandelt worden und hätte eine große Karies.
Auch an anderen Zähnen wollte er viele Füllungen auf einmal legen, was ich aber doch etwas skeptisch finde, wenn ich vor 2 Wochen schonmal beim Zahnarzt war und man auch hier eine Füllung und echte Zahnsubstanz nicht unterscheiden kann.

Bei solchen Verfahren frage ich mich, ob sich Zahnarztbesuche noch lohnen.
So bohrt man ja mehr kaputt, als das man erhält.
Deshalb überlege ich mir, trotz jeglicher Zahnarztempfehlung für Prophylaxe, nur noch zum Zahnarzt zu gehen, wenn ich wirklich Schmerzen habe, da es in letzter Zeit zu häufig zu Fehldiagnosen kam.
Es darf nicht sein, dass Füllungen eingetragen werden, wo keine sind und es kann auch nicht sein, dass jeder woanders Karies sieht.

Ebenso müssen Zahnärzte wissen, das verlorengegangene Zähne zu einer Kaubeeinträchtigung führen und das ist bei 26 Zähnen ohne Weisheitszähne sehr wohl der Fall.

Ich überlege mir so langsam anhand der Kosten, doch eher in einen Anwalt zu investieren, um gegen meine gezogenen Zähne für Schönheitszwecke zu klagen, da ich deshalb jetzt ein gesundheitliches Problem habe, dass die Kasse ebenfalls nicht zahlt.


Kennt jemand auch so ähnliche Geschichten, wo jeder Zahnarzt etwas anderes sagt und viel Unfug getrieben wurde?

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